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Nachhaltigkeit bei Tech-Giganten

Refurbishment als Gamechanger

3.2.2025

Ist Nachhaltigkeit nur ein Trend? Absolut nicht. Große Techfirmen wie Apple, Microsoft und Dell zeigen, dass es mehr als nur ein Hype ist. Mit ambitionierten Recycling- und Wiederaufbereitungsprogrammen tun sie so einiges, um Ressourcen zu schonen und Elektroschrott zu reduzieren. Doch wie weit reicht ihr Engagement tatsächlich? Und welche Rolle spielt dabei das Thema Refurbishment?

Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit bei Tech-Unternehmen

In den letzten Jahren haben große Tech-Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele deutlich verschärft und Fortschritte erzielt, die Hoffnung geben.

Apple hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 vollständig klimaneutral zu werden. Ein wichtiger Baustein dabei ist die verstärkte Nutzung recycelter Materialien, darunter Aluminium und seltene Erden. 2022 stammten bereits 20 % der Materialien in Apple-Produkten aus recycelten Quellen. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf innovative Recycling-Technologien wie den Roboter „Daisy“, der aus alten iPhones wertvolle Rohstoffe extrahiert und wiederverwendet. Alle Ziele und Fortschritte kannst du im Apple Nachhaltigkeitsbericht nachlesen.

Auch Microsoft verfolgt ambitionierte Pläne. Bis 2030 möchte der Konzern mehr Abfall recyceln, als er produziert, und komplett auf recycelte Verpackungen umstellen. Gleichzeitig investiert Microsoft in die Entwicklung langlebiger Produkte und unterstützt gezielt Programme, die auf die Wiederaufbereitung und Weiterverwendung von IT-Geräten hinarbeiten. Mehr dazu erfährst du unter Microsoft Sustainability.

Dell hat sich ebenfalls hohe Ziele gesetzt, um seine Umweltbilanz zu verbessern. Bis 2030 plant das Unternehmen, 100 % seiner Verpackungen aus recycelten oder erneuerbaren Materialien herzustellen und mehr als die Hälfte des Produktinhalts aus recycelten, erneuerbaren oder CO₂-reduzierten Materialien zu fertigen. Zudem hat Dell das „Concept Luna“ entwickelt, ein Prototyp für ein nachhaltiges PC-Design, das darauf abzielt, Abfall und Emissionen zu reduzieren sowie Materialien wiederzuverwenden. Im Nachhaltigkeitsbericht von Dell erfährst du mehr dazu.

Die Fortschritte dieser Tech-Giganten zeigen, dass Nachhaltigkeit mehr als ein Trend ist – sie wird zum Standard. Doch um den Weg in eine nachhaltigere Zukunft weiter zu ebnen, braucht es noch mehr Fokus auf Refurbishment. Denn die Wiederaufbereitung von Geräten ergänzt Recyclingprogramme perfekt und reduziert den Ressourcenverbrauch auf ein Minimum.

Warum Recycling allein nicht reicht

Obwohl Recycling bereits ein wichtiger Schritt ist, geht Refurbishment noch einen Schritt weiter. Statt Geräte vollständig zu zerlegen und nur die Rohstoffe wiederzuverwerten (wie es bei Apple der Robotor „Daisy“ macht), wird bei der Aufbereitung der gesamte Lebenszyklus eines Produkts verlängert. Das Ziel: Geräte so weit wie möglich in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, indem sie gereinigt, repariert und optimiert werden.

Diese Herangehensweise schont nicht nur wertvolle Ressourcen wie Kupfer, Gold oder Aluminium, sondern spart auch enorme Mengen an Energie und CO₂ ein. Beispielsweise können durch die Wiederaufbereitung eines Laptops bis zu 80 % der Ressourcen eingespart werden. Gleichzeitig reduziert Refurbishment die CO₂-Emissionen pro Gerät um etwa 150 kg – das entspricht dem CO₂-Ausstoß einer Autofahrt von ca. 700 km.

Darüber hinaus trägt Refurbishment dazu bei, die Menge an Elektroschrott zu verringern. Statt defekte oder ausrangierte Geräte auf Deponien zu entsorgen, wo sie oft eine Gefahr für die Umwelt darstellen, erhalten diese Produkte ein zweites Leben. Das macht Refurbishment nicht nur nachhaltiger, sondern auch wirtschaftlich sinnvoller

Ein nachhaltiger Trend, der bleibt

Die zunehmenden Investitionen großer Tech-Unternehmen in Refurbishment- und Recyclingprogramme zeigen, dass Nachhaltigkeit längst kein reines Marketinginstrument mehr ist. Sie hat sich zu einer Kernstrategie entwickelt – ökologisch wie ökonomisch.

Refurbishment

Refurbished-IT schließt die Lücke zwischen Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit, denn sie bietet:

  • Günstige Preise
    Aufbereitete Geräte sind deutlich kostengünstiger als Neuware, was sie besonders attraktiv für Unternehmen, Bildungseinrichtungen und öffentliche Institutionen macht.
  • Längere Nutzungsdauer
    Refurbished-IT verlängert den Lebenszyklus von Geräten und schont damit wertvolle Ressourcen wie Kupfer, Gold und Aluminium.
  • Wirtschaftliche Chancen
    Die steigende Nachfrage nach aufbereiteter IT schafft neue Märkte und macht nachhaltige Geschäftsmodelle profitabel.

Das Recht auf Reparatur

Das Recht auf Reparatur verpflichtet Hersteller, Geräte so zu konstruieren, dass sie leichter repariert werden können. Das bedeutet:

  • Einfacher Zugang zu Ersatzteilen
    Hersteller müssen Ersatzteile und Reparaturanleitungen über einen längeren Zeitraum verfügbar machen.
  • Längere Lebensdauer
    Geräte können einfacher gewartet und repariert werden, wodurch ihre Nutzungsdauer deutlich steigt.
  • Refurbishment wird erleichtert
    Da Produkte modularer und reparierbarer werden, können sie schneller und effizienter wiederaufbereitet werden.

EU-Richtlinie „Green Claims“

Abgerundet wird das Recht auf Reparatur durch neue EU-Richtlinie „Green Claims“. Sie verpflichtet Unternehmen dazu:

  • Transparenz zu schaffen
    Alle Nachhaltigkeitsversprechen müssen wissenschaftlich fundiert und nachweisbar sein.
  • Greenwashing zu verhindern
    Unternehmen, die falsche oder übertriebene Behauptungen über ihre Umweltfreundlichkeit machen, müssen mit Konsequenzen rechnen.

Was das für Unternehmen bedeutet

Refurbished-IT ist mehr als nur eine Alternative – es ist eine strategische Entscheidung. Das steigende Bewusstsein für Themen wie Reparierbarkeit, Kreislaufwirtschaft und transparente Nachhaltigkeitsversprechen macht deutlich, dass Unternehmen zunehmend in der Verantwortung stehen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Wer auf Refurbished-IT setzt, beweist nicht nur Umweltbewusstsein, sondern verschafft sich auch einen langfristigen Wettbewerbsvorteil.

Die Botschaft ist klar: Refurbishment ist kein kleiner Beitrag, sondern ein entscheidender Schritt, um Ressourcen zu schonen, nachhaltige Standards zu erfüllen und in einer grüneren Zukunft erfolgreich zu sein.

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Headerfoto von Pcess609 auf Adobe Stock

FAQ

Was ist Refurbishment?

Refurbishment ist die professionelle Wiederaufbereitung von IT-Geräten, bei der Geräte gereinigt, repariert und optimiert werden, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Es schont Ressourcen und reduziert CO₂-Emissionen.

Warum reicht Recycling allein nicht aus?

Recycling gewinnt nur Rohstoffe zurück, während Refurbishment Geräte in ihrer ursprünglichen Form erhält. Das spart bis zu 80 % der Ressourcen und reduziert Elektroschrott deutlich.

Wie hilft das Recht auf Reparatur?

Das Recht auf Reparatur erleichtert die Reparatur und Wiederaufbereitung von Geräten, indem Hersteller Ersatzteile und Anleitungen zugänglich machen. Das verlängert die Nutzungsdauer und unterstützt Refurbishment.

Was tun große Tech-Unternehmen für Nachhaltigkeit?

Apple, Microsoft und Dell setzen auf recycelte Materialien, nachhaltiges Design und Wiederaufbereitungsprogramme. Damit fördern sie Nachhaltigkeit in der IT-Branche.

Wie profitieren Unternehmen von Refurbished-IT?

Unternehmen sparen Kosten, schonen Ressourcen und erfüllen Nachhaltigkeitsziele, indem sie aufbereitete IT-Geräte nutzen – eine nachhaltige und wirtschaftliche Lösung.

Was ist die EU-Richtlinie „Green Claims“?

Die Richtlinie verpflichtet Unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsversprechen wissenschaftlich zu belegen, um Greenwashing zu vermeiden und Verbrauchern verlässliche Informationen zu bieten.

Warum ist Refurbishment wichtig?

Refurbishment verlängert den Lebenszyklus von Geräten, spart Ressourcen und reduziert Elektroschrott – ein entscheidender Beitrag für Umwelt und Wirtschaft.

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